Impfungen

Eine Impfung schützt ihre geliebte Katze vor schwerwiegenden Krankheiten. Sie bereitet das Immunsystem darauf vor die entsprechenden Krankheitserreger zu bekämpfen sollte es zu einer Ansteckung kommen.

Natürlich sind Freigänger, Tiere die zu Ausstellungen gehen und Tiere die in Pensionen oder im Tierheim untergebracht sind einem besonderen Infektionsdruck ausgesetzt, aber auch reine Wohnungskatzen können sich durch, vom Menschen oder anderen Haustieren, reingebrachten Keimen infizieren.  Deshalb handeln wir nach dem Motto:" Vorbeugen ist besser als Heilen."


Alle unsere Kitten werden 2x RCP (Katzenseuche /Katzenschnupfen) geimpft. Je nach individuellen Bedarf sind auch weitere Impfungen möglich, sprechen sie einfach mit uns darüber.

Katzenseuche:

Die Katzenseuche (Feline Panleukopenie) ist eine hoch ansteckende, Erkrankung der Katze. Vor allem junge, kranke oder ungeimpfte Katzen im Alter von 6 bis 16 Wochen sind gefährdet. Bei ihnen verläuft eine Infektion mit dem sehr widerstandsfähigen und über mehrere Monate in der Umwelt infektiös bleibenden felinen Parvo-Virus in der Regel sehr schwer. Die Todesrate kann hier bis zu 75 Prozent betragen. 

Bei älteren Tieren treten dagegen in der Regel nur leichte Symptome auf. Jedoch kann eine Infektion bei erwachsenen Katzen zu einer Immunsuppression führen, wodurch andere Erkrankungen begünstigt werden. Auch sind bleibende, chronische Durchfälle als Spätfolge möglich.

Das Virus dringt über die Schleimhaut des Nasen-Rachenraums in den Organismus ein. Nach einer Inkubationszeit von 3-5 Tagen treten bei einem akuten Verlauf Bauchschmerzen, dünnflüssiger, teilweise blutiger Durchfall, Erbrechen und Apathie (allgemeines Unwohlsein und Schwäche) auf.

Daher sollten Katzenwelpen unbedingt im Alter von 8 und 12 Wochen und noch einmal mit 15 Monaten dagegen geimpft werden. Anschließend ist der Impfschutz alle 3 Jahre aufzufrischen

Katzenschnupfen:

Der Katzenschnupfen-Komplex wird durch verschiedene virale (u.a. Felines Calicivirus und Feline Herpesvirus) und bakterielle Erreger (u.a. Bordetella bronchiseptica und Chlamydophila felis) verursacht.

Während es insbesondere bei ungeimpften Jungkatzen bei Infektionen der oberen Atemwege mit den primär pathogenen Erregern zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut mit Nasenausfluss, Niesen, Atemnot, Husten, Entzündung von Luftröhre und Lidbindehäuten kommt, verlaufen solche Infektionen bei älteren und geimpften Tieren in der Regel ohne Symptome. Dennoch kann es zumindest bei ungeimpften Tieren zu massiver Erregerausscheidung kommen. Dadurch wird die Umwelt kontaminiert und das Virus innerhalb der Katzenpopulation weiter verbreitet. Oftmals bleibt die Krankheit auch chronisch, sodass das betroffene Tier immer wieder unter akuten Schüben leidet.

Die Infektion erfolgt in der Regel über direkten Kontakt von Tier zu Tier oder eine Tröpfcheninfektion. Es ist jedoch auch eine indirekte Infektion über eine kontaminierte Umwelt (Gegenstände, Personen) möglich. Der wirksamste Schutz ist die Impfung, die am besten bereits im Welpenalter durchgeführt werden sollte. Dies ist gerade im Hinblick auf die schlechte Therapierbarkeit von Viruserkrankungen von großer Bedeutung.

Tollwut:

Die Tollwutimpfung ist für alle Freigängerkatzen von Bedeutung, aber auch Tiere die auf Ausstellungen gehen, eine Pension besuchen oder ins Aussland reisen brauchen diese Impfung.

Die Tollwut ist eine stets tödlich endende, anzeigepflichtige Infektionskrankheit für Mensch und Tier. Es handelt sich dabei um ein auf Nervenzellen spezialisiertes Virus, das vor allem direkt durch Biss mit Kontakt zu infiziertem Speichel übertragen wird.  Nahezu alle warmblütigen Spezies sind empfänglich, so auch alle Haus- und Nutztiere sowie der Mensch.

Die natürliche Inkubationszeit ist abhängig vom Alter der Katze, der Eintrittsstelle, der Infektionsdosis und vom Virusstamm. Sie wird jedoch mit 10-15 Tagen angegeben. Der sich anschließende klassische Tollwutverlauf geht mit unterschiedlich stark ausgeprägten Verhaltensänderungen, Bewegungsstörungen und weiteren neurologischen Symptomen einher. Durch die starken Schmerzen ist das Tier oft und plötzlich agressiv. Weiterhin charakteristisch ist starkes Speicheln, das auf Schluckstörungen zurückzuführen ist. Am Ende setzen meist Lähmungen ein. Mit dem Einsetzen der klinischen Symptome ist der Verlauf stets tödlich. Behandlungsmöglichkeiten existieren nicht, zudem sind sie auf Grund der damit einhergehenden Gefährdung für den Menschen verboten.

Jedem liebenden Tierhalter sollte klar sein, dass eine nicht Tollwut geimpften Katze nach Kontakt mit einem tollwütigen Tier getötet wird (Tollwutverordnung).

Non-Core (Wahlimpfungen)

FIP (Feline infektöse Peritonitis)

Viele Tiere sind Träger der FIP-auslösenden Coronaviren, ohne jemals Symptome zu zeigen. Erst wenn die Viren mutieren, was durch Stress oder schlechte Haltungsbedingungen passieren kann, bricht die tödliche Krankheit aus. Eine Impfung sollte nur erfolgen, wenn das Tier noch keinen Kontakt mit dem Coronavirus hatte, dies sollte vorab durch einen Bluttest geklärt werden. Ist dieser positiv auf Coronaviren, ist eine Impfung nicht sinnvoll. Die Wirksamkeit der FIP-Impfung ist schwer nachzuweisen und wird häufig kontrovers diskutiert.

FELV (Leukose)

Leukose wird durch Viren ausgelöst und mit dem Speichel übertragen. Welpen können sich über Muttermilch infizieren, meistens führt dies zu Fehlentwicklungen und/oder zum Tod der Welpen. Erwachsene Tiere infizieren sich weniger leicht. Bricht die Krankheit aber aus, führt sie meistens zum Tod des betroffenen Tieres.

Leukose greift das Immunsystem der Katze an, die Symptome sind daher meist nicht eindeutig. Apathie, Durchfall oder Verstopfung, häufiges Fieber, plötzlicher Gewichtsverlust oder blasse Schleimhäute können auf eine Leukose hinweisen. Der Virus ist über einen Bluttest nachweisbar.

Einmal infiziert bleibt die Katze Ausscheider des Virus, auch wenn die Infektion nicht ausbricht. Die Impfung ist vor allem für Mehrkatzenhaushalte und Freigänger empfehlenswert.

Chlamidophila (Clamydien)

zählt zu den Erregern, die an dem Symptomkomplex „Katzenschnupfen“ beteiligt sind. Nachdem lange Zeit Unklarheit über seine taxonomische Zuordnung herrschte, wird C. felis inzwischen der Familie der Chlamydiaceae zugeordnet. Chlamydien sind streng intrazellulär lebende, gramnegative Bakterien, die zum Überleben und zur Vermehrung auf eine Wirtszelle angewiesen sind.

C. felis wurde erstmals 1942 bei einer Katze mit einer Lungenentzündung (Pneumonie) beschrieben. Heute ist C. felis vor allem im Zusammenhang mit Bindehautentzündungen bei Katzen von Bedeutung. 18-30% aller chronischen Bindehautentzündungen bei der Katze gehen auf Infektionen mit C. felis zurück.